Primiz von Fabian Ploneczka in St. Moritz

Noch kurz vor der Beginn des Festjahres begeht die Gemeinde St. Moritz ein ganz besonderes Ereignis. Nach seiner Priesterweihe am letzen Wochenende in Stuttgart feiert Fabian Ploneczka seine Primiz in unserer Moritzkirche in Augsburg. Zu den Gottesdiensten und Festlichkeiten sind sie alle sehr herzlichen eingeladen.

Ablauf:

Triduum Vespergottesdienste zur Primiz:

Do, 12.07., 18 Uhr    Vespergottesdienst zur Primiz
mit Prof. DDr. Katharina Ceming und Frauenkreis
Thema: „Liebe ist nicht gleich Liebe“

Fr,  13.07., 18 Uhr:    Vespergottesdienst zur Primiz
mit Pfarrer Matthias Bambynek, Bamberg
Thema: „Blick durch den Spiegel“
Agnes Reiter, Saxophon; Stefan Saule, Orgel
mit Segnung des Primizgewandes
 
Sa, 14.07., 18 Uhr:    Vespergottesdienst zur Primiz
mit Pfarrer Thomas Steiger, Tübingen
Thema: „Erotik des Glaubens“
mit Balletteinlage „Jeremia - Passion eines Propheten“
Tanz: Clemens Fröhlich, Mönsheim
Sprecher: Klaus Müller, Augsburg

Sonntag, 15. Juli 2018

10:00 Uhr:   Primizgottesdienst von Fabian Ploneczka
Prediger: P. Hans-Georg Löffler OFM, München
Thema: „…von Angesicht zu Angesicht“
Bläser, Collegium St. Moritz
Orgel, Harald Geerkens
Leitung: Stefan Saule
anschl.            Sektempfang auf dem Moritzplatz

18:00 Uhr:   Orgelandacht
Thema: „Eucharistie – Geistesfeuer unauslöschlich“
mit Primizsegen
Organisten: Prof. i.K. Ruben J. Sturm, Rottenburg
und Dr. Tobias Skuban, München

 

Geleitwort von Fabian Ploneczk

Liebe Heimatgemeinde, liebe Besucherinnen und Besucher unserer Moritzkirche,

beinahe unsichtbar durchziehen die Fäden das Mittelschiff der Kirche. Unaufdringlich versucht Elke Maier mit ihrer Rauminstallation „beyondTarget“ das Licht der Sonne einzufangen und für unsere Augen sichtbar zu machen. Blicke ich in diese Vielzahl der dünnen und weißen Linien und folge deren Verlauf, tritt mir aus einem anderen Licht derjenige entgegen, der für mich der rote Faden in meinem Leben ist. Ohne IHN wäre ich diesen Weg in SEINE Nachfolge nicht gegangen und könnte der Einladung meiner Heimatgemeinde nicht folgen, mit Ihnen gemeinsam als Neupriester meine Primiz zu feiern und Gott darin Lob und Dank zu erweisen.

Diese erste Messe feiere ich bewusst mit Ihnen, die Sie meine Heimatpfarrei sind und mit der ich mich immer verbunden fühlen werde. In dem Geschenk, welches Sie mir als Gemeinde zur Primiz machen, bekommt diese enge Verknüpfung einen bleibenden Ausdruck. Viele seidene Fäden bilden den Stoff meines Primizgewandes. In diesen Stoff haben Sie Ihre Anliegen, die Menschen, die Ihnen wichtig sind, und auch Ihre Freuden und Sorgen hineingeknüpft. Ich danke Ihnen für dieses schöne Geschenk. Ebenso danke ich jenen, die mich all die Jahre auf meinem Berufungsweg gestützt und begleitet haben. Jene Menschen knüpfe ich an dieses Gewand und nehme die Mahnung des Galaterbriefes ernst, wen ich eigentlich an meinem Leib trage: „Denn ihr alle, die ihr auf Christus getauft seid, habt Christus angezogen.“ (Gal 3, 27)

Sie als versammelte Gemeinde einen als Getaufte den mystischen Leib Christi, wie das zweite Vatikanum lehrt. Und diesen Christus trage ich in Form dieser Messcasel an meinem Leib. Durch dieses Geschenk fühle ich mich symbolisch von der Gemeinde als Priester getragen. Denn Priester sein kann ich nicht für mich allein. Ich bin zu Ihnen gesandt und für Sie von IHM zum Priester geweiht worden. Ich kann IHM nur mit meiner ganzen Existenz dienen, indem ich für IHN den Raum in der Liturgie bereite. Für mich heißt Priestersein, ein Platzhalter Gottes zu sein. Denn ER ist der eigentliche Akteur einer jeden Messe.

Feiern Sie mit mir IHN, der unter uns sein möchte, und stimmen Sie sich im Voraus durch das Triduum auf die Begegnung mit IHM ein: von Angesicht zu Angesicht...

Fabian Ploneczka (Diözese Rottenburg-Stuttgart)

 

WOZU BRAUCHT ES HEUTZUTAGE NOCH PRIESTER?

Ganz bewusst stelle ich mich dieser Frage als neugeweihter Priester und stelle ich mich auch Ihnen in dieser Frage, weil mich die Haltung der Gemeinde (oder auch kirchenferner Menschen) interessiert. Diese Frage lässt mich nicht an meiner Berufung zweifeln und sie löst auch keine Sinnkrise in mir aus. Dennoch möchte ich mich mit der Herausforderung der sich verändernden Gesellschaft auseinandersetzen, wie es alle in der Kirche heute tun sollten.

Ich würde mich freuen, wenn Sie mir Ihre Gedanken zu meiner Frage auf ein einzelnes DIN-A4-Blatt schreiben und es mir bis zum 30.08.2018 an folgende Adresse (wenn Sie möchten, können Sie es auch anonymisieren) schicken:

Fabian Ploneczka
Johannes-Schmid-Str. 10
72461 Albstadt

Ich freue mich auf geistinspirierte Post oder auf Kritik jeder Art, die mich weiterdenken lässt.
 

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